Wie weit kann ein Mensch wohl gehen?

Die Folgen der letzten OP sind heftiger als ich erwartet hatte. Es ist die eine Sache wenn dir die Ärzte drei Schlaufen um den Brustkorb legen, aber eine ganz andere wenn sie dir fünf Platten einsetzen, und diese mit 28 Schrauben fixieren. Das war nötig geworden, da sich mein Brustkorb seit 2014 mehr oder weniger in Wohlgefallen aufgelöst hatte. Da drin war so ziemlich alles kaputt, was nur kaputt sein konnte…

Jede Bewegung, jeder Atemzug schmerzt und habe Angst davor zu niesen, oder zu husten, denn dann fühlt es sich an als würde alles zerrissen werden und zerspringen. Dann ist im ersten Moment alles nur noch schwarz vor Augen und Pein tobt durch meine Körper.

Aber das Übelste? Wenn ich bedenke wie sinnlos es alles ist. Es hätte alles nicht sein müssen und ich könnte ganz normal leben. Und die Zukunft?

Selbst wenn ich nochmal in der Lage sein werde mich wieder aufzurappeln, bleibt doch der Schatten von Frau Finster der wie ein Damoklesschwert über mir schwebt. Ich plane schon gar nicht mehr. Es hat ja eh keinen Sinn. Sobald sie bemerkt dass ich etwas Neues starte, wird sie wieder da sein, und es wieder zerstören, so lange bis ich am Ende bin.

Nein. Am Ende bin ich bereits – aber das reicht ihr nicht. Sie will mich tot sehen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Besucher und so...
  • 12
  • 19
  • 2.775
  • 4.715
  • 32