Wie weit kann ein Mensch wohl gehen?

Ich erinnere mich noch als Fräulein Finster mich während meiner Zeit in Köln anrief und über Kreislaufprobleme klagte – ich wusste sie nimmt gelegentlich Amlopidin. Ein Medikament welches Blutdrucksenkend wirkt, und welches ich – leider chronisch – nehmen muss. Ich gab ihr damals ein Blister dieser Tabletten dachte mir nichts weiter dabei. Irgendwann brauchte ich dann auch diese Pillen. Kosten ja nicht die Welt, fünf Euro Zuzahlung, aber wenn man diese fünf Euro nicht hat, steht man im Zweifelsfalle da.

Gut dass man da eine liebe Freundin hat welche das gleiche Medikament nehmen muss, und die ein gutes Gehalt ihr eigen nennt. Und der man auch schon ausgeholfen hat … gut wenn es wirklich eine Freundin ist. Nicht so gut wenn es ein Mensch wie Fräulein Finster ist!

Die Tabletten? Ob sie mir ein paar abgeben könnte? Nicht doch! Die brauchte sie ja schließlich selbst! O-Ton übrigens. Vergessen der Blister den ich ihr gegeben hatte. Auf der anderen Seite war sie schon spendabel, mal vierhundert Euro im Monat für die Ratschläge eines Kartenlegers? Kein Ding. Ist ja auch wichtiger als das Leben eines Freundes.

Überhaupt, was das Gehalt angeht – sie arbeitet ja bei einem bekannten Autohersteller, aber mal nachfragen ob es möglich wäre mir dort eine Stelle zu beschaffen? Nach 35 Jahren Betriebszugehörigkeit wäre das bestimmt keine all zu große Frage gewesen, aber das konnte sie nicht. Es hätte ja sein können dass ich auf einmal mit ihr auf einer Stufe stehen würde, und sowas? Undenkbar.

Undenkbar? Undankbar! Wahrscheinlich wird Fräulein Finster, wenn sie diese Zeilen hier liest, sich denken was für ein undankbarer kleiner Scheißer ich bin. Schließlich tickt das gute Fräulein so wieder Stalker und Narzisst auf dieser Welt: Sie wissen es alle besser, und im Zweifelsfalle muss das Ziel ihrer Begierden klein und fertig gemacht werden. Und wenn es im wahrsten Sinne des Wortes ist.

Nun, ich weiß nicht was ihr Kartenleger ihr gesagt hat, aber was auch immer es war – deine vierhundert Euro hast du in den Dreck geschossen. Ich lebe noch, und ich gehöre dir immer noch nicht, und es wird sich nichts daran ändern!

2 Antworten auf Von Pillen und Kartenlegern

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