Wie weit kann ein Mensch wohl gehen?

Es tut gut wenn die Leute einem gut zureden. Es baut auf wenn man Bestätigung bekommt, Mut gemacht wird und man denkt man sei nicht alleine – aber wie viel ist dieser Glauben dann wirklich wert? Wer bei seiner Selbstständigkeit auf Social Media setzt, der erlebt schnell auch die Schattenseiten dieser Plattformen. Ein Freund macht eben mal schneller etwas zu einem, sagen wir, Freundschaftspreis. Schneller als jemand der ganz klar definiert und abgrenzt. Und ist man als Freund nicht willens im Preis zu sinken, dann sinkt man im Ansehen dieser Freunde und läuft Gefahr dass man in eine Schusslinie gerät in der man nur wenige Chancen hat in Deckung zu gehen.

Besonders schwierig wird die Situation wenn im Hintergrund eh schon jemand ist der massiv gegen einen agiert. In meinem Fall ist es das berüchtigte Fräulein Finster gewesen. Aber darum soll es hier einmal nicht gehen, sondern um – mögliche – Hintergründe, und wie so ein Absturz in die Wege geleitet werden kann. Ich bitte auch darum das hier nicht als Anleitung zu sehen, sondern für Betroffene damit diese verstehen was da vielleicht im Hintergrund läuft, und damit sie die Fehler vermeiden, welche ich begangen habe.

Mein erster Fehler bestand darin dass ich nicht klar getrennt habe: Freunde und Bekannte auf der Einen, Geschäftskontakte auf der anderen Seite, dummerweise beide in einer Freundesliste. FB als Werbeplattform? Ja, das kann gehen, aber man sollte es dann auch wirklich nur als Werbemöglichkeit betrachten.

Facebook liefert die Möglichkeit geheime Gruppen zu bilden. Schafft also Absprachemöglichkeiten die öffentlich nicht einsehbar sind, und die es Menschen ermöglichen sich zu gezielte Mobbing zu versammeln. Es reichen bei manchen Zeitgenossen bereits einige Vorwürfe von einem Einzelnen, um diese Leute gegen einen Unschuldigen aufzuwiegeln. Besonders dann wenn diese Vorwürfe durch eine manipulative und durchaus charmante Persönlichkeit glaubhaft vorgebracht werden.

Es bilden sich Grüppchen die sich, aus gutem Willen, dazu bereit erklären virtuell gegen einen vermeintlich bösen Menschen vorzugehen. Wenn die Selbstständigkeit dieser Person an virtuelle Netzwerke gebunden ist, kann dies zum Ruin des Betroffenen führen. Die Beteiligten selbst, abgesehen vom Urheber, glauben dabei auch noch etwas Gutes geschaffen, und eine Gefahr für wen auch immer gebannt zu haben.

Das ist ja die Perfidie der Sache – man appelliert nicht an das Schlechte im Menschen, sondern daran Gutes zu tun, nur um diese Menschen dann zu benutzen und Schaden anzurichten der eben nicht mehr wieder gut zu machen ist. Meine Gesundheit ist nachhaltig zerstört, und es ist fraglich ob ich nochmal auf die Beine kommen werde.

Ich stehe nun vor dem Problem dass man mir vorwerfen kann dem Staat auf der Tasche zu liegen. Denn ich mache mir da nichts vor, nach dem „Warum“ wird jedenfalls kaum jemand fragen. Und geschäftlich betrachtet interessiert es auch nicht. Man ist gescheitert. Fakt, Punkt und Aus.

Sollte Ihnen, also dem Leser, jemand unterbreiten sich auf sozialen Netzwerken gegen eine bestimmte Person zu richten, dann bitte ich Sie darum die gemachten Vorwürfe zu prüfen, und ggf. mit diesem Menschen in Kontakt zu treten und auch klar zu sagen aus welcher Ecke diese Vorwürfe stammen. Denn auch wenn Sie es gut meinen, vielleicht richten Sie mit Ihrem gutem Willen mehr Schaden an einem Unschuldigen an, als Sie ahnen…

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