Wie weit kann ein Mensch wohl gehen?

Wenn das Telefon zum Terrorfon wird – Alltag im Leben eines Gestalkten…

Der ist noch mit mir zusammen …“ – in der Phantasiewelt von Frau Finster mag es ja so sein, aber in der Realität würde ich dieser verrückten Kuh nicht einmal mehr die Uhrzeit sagen. Es dauert lange bis man mich so weit bekommt dass ich mich von jemandem komplett zurückziehe, aber die hat es durch ihren acht Jahre dauernden Vernichtungsfeldzug – und nichts anderes ist es – erreicht dass ich ihr nicht einmal mehr die Hand reichen würde, würde sie blutend auf der Straße liegen…

Ein Spiel welches sie erstaunlich gut beherrscht ist Telefon und SMS. Ich bin durch sie erst auf die Idee gekommen nachzusehen was da überhaupt möglich ist, weil vieles mir selbst als undenkbar erschien. SMS die sich selbst löschen, unterdrückte Telefonnummern und weitere „Scherze“. Und natürlich alle mit zwei stets gleichbleibenden Grundtenören:

  1. ich bin noch mit ihr zusammen,
  2. ich bin ein Kinderschänder, Fremdgänger, Betrüger, irgendwas Schlimmes jedenfalls.

Und Hand aufs Herz, warum sind Sie auf dieser Seite? Möchten Sie vielleicht einfach einmal sehen was das für ein Typ ist, der so schlimmes macht und der einfach nicht eingesperrt wird? Kennen Sie Frau Finster, oder haben Sie etwas von ihr über mich gehört? Vielleicht kommen Sie auch aus einer Facebook-Gruppe – “Macht den Teufel fertig”, oder so ähnlich? Wenn ja, dann wenden Sie sich vertrauensvoll an die Betreiberin, denn da finden Sie Ihren wahren Teufel!

Wundern würde es mich nicht…

Mich selbst hat Frau Finster dabei eigentlich weitestgehend ignoriert. Sie hat sich an meine Frau gewandt, und dieser mit ihren Anrufen und SMS die Hölle heiß gemacht. Und stellen Sie sich vor, wenn jemand Ihnen über Ihren Partner sagen würde dass dieser da und dort ist, und er sich zu diesem Zeitpunkt tatsächlich dort aufhält, würden Sie dann nicht auch skeptisch werden?

Und richtig, die ersten paar Male hat sich der verständliche Zorn meiner Frau über mich entladen. Ist ja eigentlich auch verständlich. Wenn jemand schon weiß wo ich mich aufhalte, dann wird es auch sehr wahrscheinlich sein dass sich dieser jemand mit mir getroffen hat, und gerade dann wenn er es über Messenger auch noch bestätigt

Die Perfidie der ganzen Sache liegt darin dass ich ahnungslos war. Anfangs fiel es mir sogar schwer meiner Frau zu glauben. Warum sollte Frau Finster so etwas machen? Sie gab sich ja die Jahre über alle Mühe als mein Freund da zu stehen, und war ja auch stets präsent wenn wieder ein Projekt den Bach runterging, wenn mich wieder jemand versetzt hat oder wenn Holland einfach offen war. Und wenn Angriffe aus dem Hinterhalt kommen, von denen man nichts, oder eben nur die Folgen mitbekommt, dann ist man diesen hilflos ausgeliefert und beginnt sich in Selbstzweifeln und Selbstzerfleischung zu ergehen.

Aber woher wusste Frau Finster nun wo ich war? Ganz einfach, sie hatte Zugang zu meinem Facebook Account und musste nur lesen wo ich hin wollte. „Schatz, ich fahre jetzt mal da und dorthin“, und zack, schon wusste Frau Finster wo ich an dem und dem Tag war. Aufgefallen war es mir erst nachdem ich ihr eine kleine Falle gestellt hatte und angab an einem Ort zu sein, an welchem ich definitiv nicht wahr – natürlich in Absprache mit meiner Frau. Und bevor Sie jetzt sage, „ja dann änder doch dein Passwort!“, auf die Idee sind wir natürlich auch gekommen, dennoch wurde sich sehr, sehr oft eingeloggt. Anscheinend gibt es Apps und Programme welche es erleichtern sich Zugang zu fremden Accounts, oder zumindest zu diesen Messengerdiensten zu verschaffen. Eine echte Sicherheit Ihrer Daten gibt es dort jedenfalls nicht.

Die Standortangabe von Messengern ist bei solchen Dingen übrigens auch äußerst hilfreich, nur eben leider für Leute die es nichts angeht…

Mittlerweile beschränkt sich Frau Finster darauf anzurufen und mitzuteilen wo ich mich gerade aufhalte, sofern ich unterwegs bin. Da wird dann eben der Ortsname ins Telefon gehaucht, und aufgelegt. Meine Frau und ich lachen mittlerweile darüber und versuchen dem ganzen Irrsinn etwas Positives abzugewinnen: Verloren gehen kann ich ja nicht, da Frau Finster eine kostenlose Standortüberwachung durchführt. Ist ja auch ein Service den man nicht alle Tage hat.

Es ist aber auch zum Mäusemelken. Da hat die arme Frau Finster Jahre lang Erfolg gehabt, hat mir drei Selbstständigkeiten zerschossen, mich zweimal fast in die Obdachlosigkeit getrieben, mir drei Herzinfarkte eingehandelt, mir mögliche Beziehungen versaut und auf einmal ist da jemand der sich davon nicht beeindrucken lässt, der – schlimmer für sie noch – zu mir hält und mir sagt was da eigentlich los ist!

Arme Frau Finster, da bricht doch glatt ihre kleine geistesgestörte Welt zusammen. Und Nein Birgit, ich bin definitiv nicht mehr mit dir zusammen. Und das einzige wodurch ich dich aus näherem Umfeld noch betrachten wollte, wäre das Absehen einer Scharfschützenwaffe!

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